Demontage einer BHKW-Anlage an einem LNG-Terminal in Belgien
- Auftraggeber
- Industriepartner
- Standort
- Belgien
- Jahr
- 2025
Projektbeschreibung
Im Auftrag eines geschätzten Partners hat DCC die komplexe Demontage und den Komplettrückbau einer großtechnischen Blockheizkraftwerk-Anlage (BHKW) realisiert. Die große Herausforderung dieses Projekts? Die Anlage befand sich mitten auf einem betriebsbereiten, hochsensiblen Seveso-Standort in Belgien. Dies erforderte eine äußerst minutiöse Arbeitsvorbereitung, eine strikte Scope-Abgrenzung und einen kompromisslosen Fokus auf Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (SGU).
Die Herausforderung & der Umfang
Das Projekt war geprägt von einer klaren Dreiteilung der Verantwortlichkeiten und Eigentumsverhältnisse zwischen unserem Auftraggeber und dem Terminalbetreiber. DCC trug die Verantwortung für den Komplettrückbau beider Segmente:
- Der Anlagenteil unseres Auftraggebers: darunter die Gasturbinen-Enclosure, die Gaserwärmungsanlage und der Aufspanntransformator.
- Der infrastrukturelle Teil des Terminalbetreibers: einschließlich des Rauchgaskanals, des markanten Schornsteins und des 150 Tonnen schweren Quenchturms.
Unser Vorgehen: Sicherheit als Fundament
Die Arbeit auf einer aktiven Seveso-Gasanlage bedeutet, dass es absolut keinen Raum für Trial-and-Error gibt. Jedes Risiko wurde im Vorfeld vollständig erfasst und durch folgende Maßnahmen eliminiert:
- Detaillierte Ablaufpläne & TRAs: weit vor dem Beginn jeder kritischen Phase – wie dem Heben des schweren Generators und dem anspruchsvollen Rückbau des Schornsteins und des Quenchturms – erstellten wir kundenspezifische Vorgehenspläne und Task Risk Analyses (TRA).
- Kaltschneiden: um jegliches Brand- oder Explosionsrisiko auf dem Terminal auszuschließen, wendeten wir konsequent die Technik des „Kaltschneidens” auf alle Rohrleitungen an.
- Asbest- und RCF-Sanierung: vor dem Beginn des mechanischen Rückbaus wurden die vorhandenen Asbest- und Keramikfaserisolierungen (RCF) unter strenger Überwachung und gemäß strengster Gesetzgebung sicher saniert.
- Infrastrukturschutz: um die umliegenden Schotterzonen und unterirdischen Trassen zu entlasten, richteten wir die Baustelle mit schweren Fahrplatten und speziellen windbeständigen Absperrungen ein.
Ein nachhaltiges Ergebnis
Dank einer reibungslosen Koordination wurde das Projekt erfolgreich und vollständig unfallfrei übergeben. Alle unterirdischen Fundamente wurden wie vereinbart weit unter die Geländeoberkante entfernt. Das Gelände wurde vollständig nivelliert und sauber mit Schotter abgeschlossen, sodass der Standort unmittelbar für die zukünftige Nutzung bereit ist. Alle freigesetzten Materialien, Metalle und Reststoffe wurden direkt an der Quelle streng getrennt, gewogen und umweltfreundlich dem Recycling zugeführt.